Montag, 16. November 2009

Herbst im Südharz- Kleinstadterlebnisse

Da ich meine Digicam nicht mit hatte, muss ich jetzt einfach mal beschreiben wie toll die Natur im Südharz gerade ist. Von meinem Zimmer aus, wie immer eine klare Sicht über die Goldene Aue bis zum Kyffhäuser. Dazwischen abgeerntete Felder, grüne (eher gelbgrüne) Wiesen, und viele Bäume, manche braun, andere rot, viele gelblich. Sie (die letzteren) leuchten trotz Wolken. Ein Spaziergang durch den Rosengarten, die Rosen sehen aus wie alle Rosen im Herbst, am Kirschberg entlang, ein Blick auf den Wanderweg nach Harzrigi, neugebaute Prunkklötze am Hang- die Kirschplantagen gibt es nicht mehr. Irgendwann wird man sich sagen:" Einst standen hier Kirschbäume". [Wer zum Teufel hat mitten in der Pampa zwischen dem ehemaligen Osten und Westen Deutschlands bitte so ein Haufen Geld, die Natur kaputt zu machen und sich dort Glashäuser hinzustellen?].
Dann wieder zurück nach "Nordhausen Nord". Ein Block neben dem anderen, der Eine quietschgelb, der Andere rosa, der Nächste pastellgrün. Hinter dem Edeka (DER Edeka) meine ehemalige Schule, ein Block, der einzige Unrenovierte. Er sieht aus, wie ich mir Asylbewerberwohnheime vorstelle,...nein, viel schlimmer. Wahrscheinlich bricht das gesamte Gebäude beim nächsten Gewitter aufgrund der Schallwellen des Donners zusammen. Sogar die DDR-Bänke stehen noch dort. Und die DDR-Zäune (diese Betonklötze mit unterschiedlich großen Löchern). Das Skurrile an Nordhausen ist, dass keine einzige Wohnung in diesen schrecklichen Neubaublöcken leer ist. Da wohnen die neuzugezogenen Studenten drin (FH wurde irgendwann Ende der 90er gegründet). Mieten sind mindestens doppelt so hoch wie in Leipzig. Der Altersdurchschnitt auf der Straße ist schwer abzuschätzen, heute, denn: es ist niemand auf der Straße. Zurück im Block stelle ich fest: Ich werde nie wieder in einen Neubaublock ziehen: Die Nachbarin, welche etwa so alt ist wie ich, hat grad anscheinend einen sehr tollen Typen an der Angel und die Eltern lästern darüber, dass noch neulich einer meiner Grundschulfreunde bei ihr ein und ausgegangen sei. -- was für ein Glück, dass ich in Leipzig meine Nachbarn nicht beim Namen kenne!

Sonntag, 8. November 2009

Ist mein Mascara eigentlich gesund?

Wenn Frauen gemeinsam shoppen , zusammen tanzen gehen und nachts bis halb fünf quatschen, reden sie natürlich nicht nur über die vergangenen Monate, das aktuelle Befinden und Männer, sondern auch über andere Dinge. So zum Beispiel über... Klamotten, und Mascara... Und so habe ich eine neue tolle Stelle gefunden, an der ich die Gesundheitsverträglichkeit meines Essens, meines Büromaterials oder meiner Kosmetik vor dem Kauf testen kann. http://www.codecheck.info/

Was machen eigentlich...?

Vielleicht kennt der ein oder andere die Seite im Internet, auf welcher Leute auf der Straße zum Thema "Ingenieure" interviewt worden. " Was machen eigentlich Ingenieure?" "Wie sehen Ingenieure aus?", usw.. Es kommen sehr unterschiedliche und lustige Antworten. Ich hab mich schon immer mal gefragt, was denn bei Psychologen herauskommen würde.
Seit diesem Wochenende frage ich mich zusätzlich: Was haben die Leute eigentlich für eine Vorstellung davon was man als katholische Theologin macht (da man ja nicht Priester, Bischof oder Papst werden kann)? Mein weiblicher katholischer Theologen-Besuch wurde nicht nur einmal an diesem Wochenende gefragt, was man denn eigentlich als katholische Theologin so macht --> (Taxifahren? Gemeindereferent? Sekretärin? ...) Von dem ein oder anderen kamen dann doch qualifizierte Auswahlvorschläge: "Was machst du denn da? Gehst du eher in die Forschung, oder...?". Aber die ganze Sache hatte auch was Gutes (nicht für sie aber für mich). Ich bin beruhigt: Wir Psychologen sind nicht die Einzigen, denen ihr ganzes Leben immer und immer wieder die gleiche Frage beim Kennenlernen gestellt wird (auch wenn es eine andere ist).

Sonntag, 1. November 2009

Mal wieder ein Artikel aus der ZEIT zum Thema ökologische und weniger ökologische Unternehmen und Verbraucherverhalten. Wäre cool, wenn es dazu auch irgendwie offizielle Statistiken gäbe (wieviel mehr Absatz machen Unternehmen tatsächlich, wenn sie sich fair und/oder ökologisch verhalten). Falls jemand von euch sowas kennt, bitte kommentieren. Interessant ist auch das Konzept der Corporate Social Responsibility. Und auch der Kommentar mit den Äpfeln (sind konventionell angebaute Regionaläpfel schlechter als Öko-Äpfel aus Neuseeland) zeigt, dass ökologisches und faires Entscheiden gar nicht so einfach ist. (An dieser Stelle: Werbung für die Ökokiste Leipzig, Biokiste Leipzig und andere regionale Öko-Bauern) :)