Freitag, 10. Februar 2012

Fragen zum Leben...

Das Bild der Wüste verfolgt mich seit fast einem Jahr. Ich rede mit Menschen (nicht sehr häufig, aber ich tue es), und identifiziere mich mit Worten, die ihnen entgleiten:
"Wenn mich jemand fragen würde, was ich im letzten Jahr tolles erlebt habe und nun manchmal wehmütig vermisse, fällt mir nichts ein."

 Habe ich etwas verpasst, bin ich den falschen Weg eingeschlagen?
Welches wäre der Richtige gewesen?
Und wann hätte dieser Weg angefangen?
Hätte er vielleicht mit einer Nicht-Aktion angefangen?
Damals, als ich aus einer narzisstischen Kränkung heraus, den Kontakt zu dir abgebrochen habe?
Damals, als ich festhielt an dem, was meine Berufung oder berufliche Zukunft zu sein schien?
Damals, als ich aus einer plötzlich auftretenden Sehnsucht nach Stabilität heraus, in einer 3-Stunden-Aktion die Bewerbung auf die Stelle in Erlangen schrieb?
Damals, als ich die Tür dem öffnete, was mich immer noch zerfrisst?

Wenn ich wüsste, welches heute der richtige Pfad ist, den ich einschlagen soll, ich würde sofort meine Sachen zusammen sammeln, den ersten Schritt gehen, und nicht mehr hinter mich schauen.

(Diese Gedanken sind meinem Leben entnommen, können aber auch von jedermann anderem sein. Wer das Gefühl hat, an der ein oder anderen Frage meines Lebens Anteil zu haben, möge sich darüber Gedanken machen, oder nicht).

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